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Holz- und Laminatböden sind aufgrund ihrer natürlichen Optik, Wärme und Vielseitigkeit sehr beliebt. Gleichzeitig reagieren sie empfindlich auf Feuchtigkeit und insbesondere auf heisses Wasser. Der Kontakt mit heissem Wasser kann sowohl kurzfristige als auch langfristige Schäden verursachen, die Optik, Stabilität und Lebensdauer des Bodenbelags erheblich beeinträchtigen.

Um Schäden zu vermeiden, sollte heisses Wasser auf Holz- und Laminatböden grundsätzlich vermieden werden. Beim Reinigen empfiehlt sich nebelfeuchtes Wischen mit lauwarmem Wasser und geeigneten Reinigungsmitteln mit einem neutralen pH-Wert.

Echtholzböden bestehen aus einem natürlichen, hygroskopischen Material. Das bedeutet, dass Holz Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt und wieder abgibt. Trifft heisses Wasser auf einen Holzboden, dringt die Feuchtigkeit durch Fugen, Risse oder die Oberflächenversiegelung in das Holz ein.
Durch die Kombination aus Wärme und Wasser quellen die Holzfasern besonders schnell auf. Dies kann zu Verformungen wie Wellen, Schüsselungen oder Aufwölbungen führen. In schweren Fällen lösen sich einzelne Dielen vom Untergrund oder drücken sich gegenseitig nach oben.

Ein weiteres Problem ist die Schädigung der Oberflächenbehandlung. Lacke, Öle oder Wachse, die das Holz eigentlich schützen sollen, können durch heisses Wasser angegriffen oder teilweise abgelöst werden. 

Dadurch wird der Boden anfälliger für weitere Feuchtigkeit, Schmutz und mechanische Abnutzung. Zudem können unschöne Wasserflecken oder Verfärbungen entstehen, die oft nur durch Abschleifen und Neuversiegeln beseitigt werden können.

Auch Laminatböden reagieren empfindlich auf heisses Wasser, wenn auch auf andere Weise. Laminat besteht meist aus einer Trägerplatte aus gepressten Holzfasern (HDF oder MDF), einer Dekorschicht und einer schützenden Nutzschicht. Gelangt heisses Wasser in die Fugen, quillt die Trägerplatte auf. Anders als bei Echtholz ist diese Verformung meist irreversibel. Typische Schäden sind aufgequollene Kanten, hochstehende Fugen und eine raue Oberfläche.


Besonders problematisch ist, dass sich die Schäden bei Laminat oft erst nach dem Trocknen vollständig zeigen. Während das Wasser verdunstet, bleibt das aufgequollene Material verformt zurück. Dadurch wird die Oberfläche uneben und verliert ihre Stabilität. Zusätzlich kann sich die Dekorschicht ablösen oder reissen, was den Boden optisch stark beeinträchtigt.

Langfristig begünstigt stehendes heisses Wasser auf beiden Bodenarten die Bildung von Schimmel und Bakterien, insbesondere wenn Feuchtigkeit unter den Bodenbelag gelangt. Dies kann nicht nur den Boden, sondern auch den Untergrund und die Raumluftqualität schädigen.

Verschüttetes Wasser sollte sofort aufgewischt werden. Bei grösseren Wassermengen oder Hitzeeinwirkung ist schnelles Handeln entscheidend, um dauerhafte Schäden zu minimieren.

Das heisses Wasser eine erhebliche Gefahr für Holz- und Laminatböden darstellt. Sorgsamer Umgang und richtige Pflege sind entscheidend, um die Schönheit und Funktionalität dieser Bodenbeläge langfristig zu erhalten.

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